Max-Planck-Schule Kiel
Interneteinsatz im Unterricht

Das Vorstellungsgespräch

Die Körpersprache 2

Unsere Körpersprache ist ein wichtiger Faktor in der Kommunikation mit anderen.
Ob wir ständig unwillkürliche Bewegungen machen, die die Unsicherheit in jenem Moment widerspiegeln oder wir selbstsicher anderen gegenüberstehen und zumindest oberflächlich keine Zweifel an unserer Glaubwürdigkeit aufkommen lassen ist von großer Tragweite.

In einem Bewerbungsgespräch bestimmt die Körpersprache das Erscheinungsbild. Fünfzig Prozent der ankommenden Informationen werde über Gestik und Körpersprache vermittelt.

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste und auch oft der Entscheidende.
Schon beim Betreten des Raumes verraten Sie Ihrem Gegenüber in welcher Verfassung Sie sich befinden, ob Sie guter oder schlechter Laune sind; ob Sie einen selbstbewussten oder schüchternen, sympatischen oder unsympatischen Charakter haben.
Alles das können Sie mit der gringsten Änderung Ihrer Körperhaltung bewirken.

Wenn Sie einen Raum betreten, bleiben Sie nicht im Türrahmen stehen, treten Sie mit festem Schritt vor und nicht mit kurzen, zögerlichen Schritten. Schließen Sie die Tür hinter sich und treten Sie einen Schritt von der Tür weg in den Raum hinein. Dort bleiben Sie kurz, zirka drei bis fünf Sekunden stehen, um Blickkontakt mit der Person aufzunehmen und um Ihren Respekt zu bezeugen. Auf die Aufforderung zur Annäherung betreten Sie dann entschlossen den Raum und steuern den Ihnen zugewiesenen Sitzplatz an.

Lassen Sie bei Ihrem Eintreten in den Raum auf keinen Fall Ihre Schultern oder gar Ihren Kopf hängen. Kommen Sie mit einer aufrechten Haltung in den Raum. Schieben Sie Ihre Brust jedoch nicht zu sehr heraus, denn so entsteht schnell das Bild von einem zu selbstsicheren und eingebildeten Bewerber.

Der Blickkontakt

Eine der wichtigsten und bedeutensten Verhaltensweisen in einem Vorstellungsgespräch ist der Blickkontakt. Sie sollten den Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber stets halten, jedoch ohne Ihren Gegenüber zu hypnotisieren. Die Aufmerksamkeit gehört grundsätzlich demjenigen der gerade spricht.

Die Sitzhaltung

Um einem interessanten und anspruchsvollem Gespräch gut folgen zu können, begeben sich viele schnell in eine bequeme Position auf ihrem Stuhl, zurückgelehnt und die Arme vor der Brust verschränkt.

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Allerdings ist diese Haltung bei einem Bewerbungsgespräch sehr unpassend. Es wirkt, als würden Sie sich erst dann zu einer Tätigkeit aufraffen, wenn Sie es wirklich wollen. Eine solche Haltung löst bei Ihrem Gegenüber das Gefühl von großer Desinteresse und Ablehnung aus. Diese Einstellung könnte ein unterschwelliges, aggressives Verhalten zur Folge haben.
Bleiben Sie dagegen auf der Stuhlkante sitzen wagen Sie nicht, Ihren Platz in Anspruch zu nehmen. Sie signalisieren: Ich bleibe nicht lange.

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Überprüfen Sie daher von Zeit zu Zeit Ihre eigene Körperhaltung und drücken Sie das aus was Sie ausdrücken wollen. Eine verkrampfte Sitzposition mit einem verspanntem Nacken wirkt unkommunikativ.

Die Frau tendiert oft schnell dazu sich klein und zurückhaltend zu präsentieren. Der Mann hingegegen präsentiert sich tendenziell breit und raumnehmend.
Generell sollte Ihr Auftreten der zukünftigen Position angemessen sein.

Folgende Gesten erzeugen Sympathie:

  • Offene Sitzhaltung (Arme und Beine nicht verschränkt, sondern dem Gesprächspartner offen zugewandt)


  • Gerade, aber nicht steife Sitzhaltung


  • Ein überschlagenes Bein sollten nicht von Ihrem Gegenüber wegzeigen, dieses löst Desinteresse aus

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Die Sitzposition

Die richtige Sitzposition einzunehmen ist bei einem Bewerbungsgespräch aus folgenden Gründen wichtig.
Als erstes ist zu sagen, dass der Arbeitgeber in den meisten Fällen an einem Tisch neben einem Fenster sitzt, um den Lichteinfall auf Sie und den Tisch, an dem Sie sitzen, nicht zu blockieren und sich selbst etwas in den Schatten zu rücken.

Hierauf sollten Sie nicht falsch reagieren und sich an den Rand des gegenüberliegenden Tisches setzten. Hierdurch entsteht der Eindruck, dass sie Ihrem Gegnüber ausweichen und sich der Situation nicht stellen sondern ihr ausweichen.

Setzten sie sich auch nicht auf einem Stuhl, der zwischen Mitte und Rand Ihres Tisches steht. Sitzt der Arbeitgeber Ihnen so auch nicht direkt gegenüber, drücken sie Unentschlossenheit aus.

Nehmen Sie daher den Platz ein, der dem Arbeitgeber direkt gegenüber ist. So entsteht weder der Eindruck des Ausweichens, noch der Unentschlossenheit. Auch der direkte Blickkontakt ist so nicht schief und Sie haben die kurzmöglichste Distanz zu "Ihrem" Arbeitgeber gewählt.



Die Stehhaltung

  • Die Körperhaltung zeigt äußerlich, was Sie innerlich "von sich halten". Gekonntes Stehen will geübt sein. Schnell bemerken Sie, dass Ihre Arme und Hände immer überflüssig oder gar im Weg sind. Einfach wäre es, die Hände einfach in der Hosentaschen zu "verstecken". Jedoch spiegelt dieses Verhalten oft eine Art der Unhöflichkeit und Desinteresse wider. Was nur oft schnell vergessen wird ist, dass die Hände sehr wichtig sind, sie unterstützen Ihre Körpersprache.






Die richtige Standposition

  • Ihre Beine

    Beide Beine sollten fest auf dem Boden stehen. Die Füße berühren einander nicht uns stehen etwa 5 bis 10 cm auseinander. So haben sie ein sicheren Stand und könne nicht das Gleichgewicht verlieren. Außerdem haben Sie so die Beine gleichermaßen zur Verfügung, um auch mal einen Schritt nach vorne, nach hinten oder zur Seite machen zu können.


  • Ihre Arme und Hände

    Winkeln Sie Ihre Arme rechtwinklig an und lassen Sie die Hände sich vor dem Körper leicht berühren, ohne dass Sie die Hände falten oder die eine Hand die Andere krampfhaft festhält. So nehmen Sie eine ideale Position ein, um mit Ihren Händen und Armen Ihren Worten mehr Ausdruck zu verleihen.

Allgemein

 S y m p a t h i e  A n t i s y m p a t h i e
   
- Signalisierung von Zustimmung    (Nicken, etc.) - Umherschauen im Raum
- Ständiger Blickkontakt - Häufiges Wegschauen
- Lächeln - Blick zur Uhr
- Maßvoller Einsatz der Hände - Gähnen
- Angenehme Stimm-Modulation    (nicht zu laut, nicht zu leise) - Spielen mit Stiften
- Veränderung der Sitzposition in eine    abwendende Richtung
- Häufiges Unterbrechen


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© Jan Heinrich